Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: Juni 2024
PLS Digital — Pascal Lehmann
Kerkraderstraße 11
35394 Gießen
Deutschland
www.pls-digital.de
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen PLS Digital — Pascal Lehmann (nachfolgend „Agentur") und ihren Kunden über Leistungen im Bereich Online-Marketing, Performance Marketing, Webdesign und Webentwicklung, Social Recruiting, KI- und Prozessautomatisierung, individuelle Software- und Systementwicklung, digitale Beratung sowie sonstige digitale Dienstleistungen.
Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nur, wenn diese ausdrücklich schriftlich von der Agentur bestätigt wurden.
2. Vertragsschluss
Ein Vertrag kommt zustande durch schriftliche oder digitale Annahme eines Angebots, Beauftragung per E-Mail, unterschriebene Auftragsbestätigung, Bestätigung über Funnel/Online-Formular oder durch tatsächlichen Beginn der Zusammenarbeit.
Angebote der Agentur sind freibleibend, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben.
3. Leistungen der Agentur
Die Agentur bietet insbesondere folgende Leistungen an:
- Erstellung von Webseiten, Landingpages und Web-Applikationen
- Gestaltung von digitalen Benutzeroberflächen (UX/UI)
- Online- und Performance-Marketing (z. B. Google Ads, Meta Ads, TikTok Ads)
- Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Local SEO
- Social Media Marketing
- Social Recruiting und Personalgewinnungs-Kampagnen
- KI- und Prozessautomatisierung (u. a. mit n8n, Make, OpenAI, Anthropic)
- Individuelle Software- und Systementwicklung, APIs, Integrationen
- Beratung im Bereich digitales Marketing und Digitalisierung
- Einrichtung von Marketing-, Recruiting- und Automatisierungs-Systemen
- Wartung, Betreuung und technischer Support
Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot oder der individuellen Vereinbarung.
3a. Social Recruiting und Werbeanzeigen
Die Agentur erstellt, verwaltet und optimiert im Auftrag des Kunden Recruiting- und Performance-Kampagnen auf Plattformen wie Meta Platforms (Facebook, Instagram), TikTok, Google sowie ggf. weiteren Werbenetzwerken. Ein konkreter Erfolg, insbesondere die Anzahl eingehender Bewerbungen, Leads, Einstellungen oder Umsätze, wird nicht geschuldet.
3b. Werbebudget
Das für Werbeanzeigen eingesetzte Mediabudget ist nicht Bestandteil der Vergütung der Agentur, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart. Das Werbebudget wird direkt vom Kunden an die jeweilige Plattform gezahlt oder über ein entsprechendes Werbekonto abgerechnet. Die Agentur übernimmt keine Haftung für die Höhe der Werbekosten oder deren wirtschaftlichen Erfolg.
3c. Werbekonten und Zugriffe
Die Schaltung von Werbeanzeigen erfolgt in der Regel über Werbekonten des Kunden. Sofern Kampagnen über Konten der Agentur geschaltet werden, behält sich die Agentur vor, den Zugang nach Beendigung der Zusammenarbeit einzuschränken oder zu entziehen. Ein Anspruch auf Herausgabe von Kampagnenstrukturen, Zielgruppen, Daten oder Konten besteht in diesem Fall nicht.
3d. Inhalte und Freigabe
Der Kunde ist verpflichtet, die von der Agentur erstellten Werbeanzeigen, Texte, Designs und Inhalte vor Veröffentlichung zu prüfen und freizugeben. Der Kunde trägt die alleinige Verantwortung für die rechtliche Zulässigkeit der Inhalte (insbesondere arbeits-, wettbewerbs-, marken- und datenschutzrechtliche Vorgaben).
3e. Bewerber- und Lead-Daten / Datenschutz
Im Rahmen von Recruiting- und Marketing-Kampagnen können personenbezogene Daten von Bewerbern oder Interessenten erhoben werden. Der Kunde ist für die datenschutzkonforme Verarbeitung dieser Daten verantwortlich. Die Agentur verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und – sofern erforderlich – auf Grundlage einer gesonderten Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV) gemäß Art. 28 DS-GVO.
3f. Plattformabhängigkeit
Die Agentur hat keinen Einfluss auf technische Systeme, Algorithmen, Richtlinien oder Preise der genutzten Plattformen (z. B. Meta, Google, TikTok, OpenAI, Anthropic). Änderungen durch die Plattformbetreiber, insbesondere an Reichweite, Kosten, Funktionalitäten oder Verfügbarkeit, können die Kampagnen- oder Systemleistung beeinflussen und liegen außerhalb des Einflussbereichs der Agentur.
3g. Laufzeit von Kampagnen
Sofern nicht anders vereinbart, werden Kampagnen für die im Angebot definierte Laufzeit durchgeführt. Eine vorzeitige Beendigung durch den Kunden berührt nicht die vereinbarte Vergütung der Agentur.
3h. KI- und Automatisierungs-Leistungen
Bei Leistungen mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz (z. B. KI-Workflows, Chatbots, Content-Generierung, automatisierte Klassifikation) weist die Agentur darauf hin, dass die Ergebnisse KI-gestützter Systeme statistischer Natur sind und nicht in jedem Einzelfall korrekt, vollständig, aktuell oder rechtssicher sein müssen. Der Kunde ist verpflichtet, KI-generierte Ausgaben vor produktivem Einsatz inhaltlich und rechtlich zu prüfen.
Eine Haftung der Agentur für inhaltliche Fehler oder rechtliche Folgen automatisiert erzeugter Inhalte ist – außer bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit – ausgeschlossen.
4. Mitwirkungspflichten des Kunden
Der Kunde verpflichtet sich, alle für die Umsetzung des Projekts erforderlichen Inhalte und Informationen rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. Hierzu zählen insbesondere:
- Texte, Bilder, Logos, Grafiken, Videos
- Zugangsdaten und Berechtigungen zu Konten und Systemen
- Dokumente, Listen, technische Spezifikationen
- Farbwerte, Styleguides und Designvorgaben
Der Kunde versichert, über alle erforderlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte an den bereitgestellten Inhalten zu verfügen. Die Agentur übernimmt keine Haftung für Inhalte, die vom Kunden bereitgestellt werden. Für rechtliche Inhalte einer Website (z. B. Impressum, Datenschutz, AGB, Cookie-Hinweise) bleibt der Kunde verantwortlich.
5. Webseiten- und Software-Erstellung
Bei der Erstellung von Webseiten oder individueller Software erbringt die Agentur eine Werkleistung entsprechend dem vereinbarten Angebot. Nach Fertigstellung wird das Werk dem Kunden zur Abnahme bereitgestellt. Kleinere Anpassungen im Rahmen des vereinbarten Leistungsumfangs können auch nach der Fertigstellung vorgenommen werden. Änderungswünsche, die über den ursprünglich vereinbarten Leistungsumfang hinausgehen, werden nach Aufwand zusätzlich berechnet.
6. Nutzungsrechte
Die Nutzungsrechte am erstellten Werk (Website, Software, Designs, Kampagnen) gehen erst nach vollständiger Bezahlung der vereinbarten Vergütung auf den Kunden über. Bis zur vollständigen Zahlung verbleiben sämtliche Nutzungs- und Verwertungsrechte bei der Agentur.
Die Agentur ist berechtigt, erstellte Projekte zu Referenzzwecken zu nutzen — insbesondere durch Darstellung auf der eigenen Website, in Präsentationen, Pitches und auf Social Media — sofern der Kunde dem nicht ausdrücklich schriftlich widerspricht.
7. Technische Umsetzung und verwendete Systeme
Die technische Umsetzung von Webseiten, Software und Automatisierungen erfolgt über Plattformen, Frameworks und Tools nach Wahl der Agentur (z. B. eigene Hosting-Stacks, Cloud-Plattformen, Content-Management-Systeme, Workflow-Tools wie n8n oder Make), sofern im Angebot nichts anderes vereinbart ist.
Die Agentur richtet bei Bedarf DNS-Einträge (z. B. A-/CNAME-Records) und SSL-Zertifikate ein. Eine Übertragung des Werks in ein anderes System oder in einen eigenen Account des Kunden ist möglich, stellt jedoch eine zusätzliche technische Leistung dar und wird nach Aufwand berechnet. Ein Anspruch auf Herausgabe interner Projektstrukturen, Builder-Projekte, Workflow-Definitionen oder Quelldateien besteht nicht, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.
8. Webseitenbetreuung und Wartung
Sofern eine laufende Betreuung vereinbart wurde, umfasst diese beispielsweise technische Updates, Sicherheitsupdates, regelmäßige Backups, kleinere Änderungen an der Website sowie Support per E-Mail oder Telefon. Der genaue Umfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot. Leistungen, die über den vereinbarten Umfang hinausgehen, werden zusätzlich nach Aufwand berechnet.
9. Mindestlaufzeit der Betreuung
Sofern im Angebot nicht anders vereinbart, beträgt die Mindestlaufzeit für Wartungs-, Betreuungs- oder Marketing-Verträge 12 Monate. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag automatisch monatlich, sofern er nicht mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende gekündigt wird.
10. Kündigung der Betreuung
Die Betreuung kann nach Ablauf der Mindestlaufzeit mit der vereinbarten Frist gekündigt werden. Mit Beendigung der Betreuung enden auch technische Wartung, Sicherheitsupdates, Backups, Support- und Änderungsleistungen. Das erstellte Werk (z. B. Website) bleibt grundsätzlich bestehen.
11. Übertragung des Werks bei Kündigung
Wurde ein Werk innerhalb eines Systems der Agentur erstellt, kann eine Übertragung auf ein anderes System oder in einen eigenen Account des Kunden erfolgen. Die technische Migration stellt eine zusätzliche Leistung dar und wird gesondert berechnet. Ein Anspruch auf kostenlose Übertragung besteht nicht. Die Agentur ist nicht verpflichtet, projektinterne Arbeitsdateien, Design-Dateien, Builder-Projekte oder sonstige interne Projektstrukturen herauszugeben.
12. Hosting
Die Domain wird in der Regel vom Kunden selbst über einen von ihm gewählten Provider bezogen und verwaltet. Das eigentliche Hosting kann über ein System der Agentur oder einen vom Kunden gewählten Anbieter erfolgen. Die Agentur richtet hierfür die erforderlichen DNS-Einträge sowie SSL-Zertifikate ein.
Die Agentur übernimmt keine Haftung für Serverausfälle, technische Probleme beim Domain-Provider, Drittanbieter-Diensten oder eingeschränkte Erreichbarkeit der Website, soweit diese nicht von ihr zu vertreten sind.
13. Zugangsdaten und Systemzugriffe
Zugangsdaten zu Systemen oder Plattformen der Agentur müssen nicht dauerhaft an den Kunden übergeben werden. Nach Beendigung der Zusammenarbeit kann der Zugriff auf Systeme der Agentur eingeschränkt oder beendet werden.
14. Vergütung
Die Vergütung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot. Die Zahlung erfolgt entsprechend den vereinbarten Zahlungsbedingungen. Bei größeren Projekten können Teilzahlungen (z. B. nach Meilensteinen) vereinbart werden. Alle Preise verstehen sich, sofern nicht anders angegeben, netto zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.
15. Zahlungsverzug
Gerät der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, ist die Agentur berechtigt, weitere Leistungen auszusetzen, Supportleistungen vorübergehend einzustellen sowie technische Leistungen bis zur vollständigen Zahlung zurückzustellen. Weitere gesetzliche Ansprüche, insbesondere auf Verzugszinsen und Schadensersatz, bleiben hiervon unberührt.
16. Haftung
Die Agentur haftet uneingeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet die Agentur nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten); in diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.
Eine Haftung für den wirtschaftlichen Erfolg von Marketing-, Recruiting-, Software- oder Automatisierungs-Maßnahmen, insbesondere für das Ausbleiben von Anfragen, Bewerbungen, Einstellungen, Conversions oder Umsätzen, ist ausgeschlossen.
17. Geheimhaltung
Die Vertragsparteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben — auch über das Vertragsende hinaus. Ausgenommen sind Informationen, die öffentlich bekannt oder gesetzlich offenzulegen sind.
18. Referenznennung
Die Agentur ist berechtigt, erstellte Projekte als Referenz zu verwenden — insbesondere die Darstellung auf der eigenen Website, in Präsentationen oder auf Social Media. Der Kunde kann der Referenznennung jederzeit schriftlich widersprechen.
19. Änderungen dieser AGB
Die Agentur behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Änderungen werden dem Kunden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 4 Wochen ab Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen.
20. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, Gießen.
Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlich Gewollten am nächsten kommt.
